Das Vesterled Ziegelei arbeitet darauf hin, bis 2050 CO₂-neutral zu werden, und hat eine Reihe von Initiativen gestartet, um dieses Ziel zu erreichen. Hohlziegel, die Umstellung der Produktion auf Biogas und der Einkauf von erneuerbarer Energie sind nur einige der Maßnahmen, die der Ziegelhersteller umgesetzt hat – und weitere sind in Planung.
15 %
100 %
Der Bedarf, eine bessere Zukunft zu bauen
Die Bauindustrie ist ein bedeutender Verursacher globaler CO₂-Emissionen. Bei Vesterled Ziegelei hat die kontinuierliche Optimierung der Produktion zu einer Senkung des Energieverbrauchs pro Tonne Ziegel um 15 % zwischen 2005 und 2023 geführt.
Im Jahr 2020 wurde die Effizienz weiter verbessert, als das Werk auf die Produktion des leichteren LESS-Ziegels umstellte. Mit LESS kann die Fabrik jetzt bis zu 76 Ziegel mehr pro Tonne Lehm herstellen.
Dadurch kann dieselbe Anzahl Ziegel mit deutlich weniger Energie – und somit mit geringeren CO₂-Emissionen – produziert werden als bei der Herstellung massiver Ziegel im Jahr 2005.
Diese Leistung ist das Ergebnis mehrerer vorausschauender Initiativen – darunter die Umstellung auf eine biogasbetriebene Produktion, die Nutzung von Abwärme sowie der Wechsel zu leichteren, hohlgeformten Ziegeln. Diese Entwicklung markiert einen klaren Bruch mit traditionellen Produktionsmethoden.
Hinter den Ergebnissen
LESS, der Lochziegel
Der LESS-Ziegelstein ist ein Beispiel für ein nachhaltigeres Gebäudedesign. Seine gelochte Konstruktion erfordert 15 % weniger Rohmaterial im Vergleich zu herkömmlichen Vollziegeln. Mit LESS kann die Ziegelei Vesterled nun bis zu 76 Ziegelsteine mehr pro Tonne Ton produzieren, was die Ressourceneffizienz erheblich steigert.
Im Jahr 2025 stellte Vesterled – mit Ausnahme von Spezialprodukten – vollständig auf die Produktion von LESS-Ziegeln um, als Teil des Engagements für Klimaneutralität.
Das Unternehmen hat außerdem den Umstieg auf 100 % Biogas für den Brennvorgang abgeschlossen, was die Umweltbelastung der Produktion weiter reduziert.
LESS-Ziegel haben die gleichen Maße, dieselbe Qualität und Optik wie herkömmliche Ziegelsteine. Dadurch bleibt die architektonische Gestaltung der Gebäude erhalten, da die Hohlräume in der fertigen Konstruktion verborgen sind. Wienerberger arbeitet kontinuierlich daran, die Ziegel der Zukunft weiterzuentwickeln, um sowohl ökologischen als auch architektonischen Anforderungen gerecht zu werden.
Naturschutzmaßnahmen
Als Teil von Wienerberger folgt Vesterled dem Engagement von Wienerberger, die Biodiversität in den von ihnen beeinflussten Gebieten zu erhalten und zu fördern. Ihre Strategie umfasst einen Biodiversity Action Plan (BAP), der die Bepflanzung des Ziegelwerks mit heimischen Pflanzen sowie die Überwachung von Tierarten durch Zählungen dreimal jährlich beinhaltet.
Bei Vesterled wurden bereits alle verfügbaren Grünflächen in Blumenwiesen umgewandelt. Unter anderem wurden Insektenhotels aufgestellt und Obstbäume gepflanzt.
Bis 2026 strebt Wienerberger an, die Fauna rund um seine Standorte um 10 % zu erhöhen – ein Zeichen für das Engagement des Unternehmens zur Unterstützung lokaler Ökosysteme. Darüber hinaus wird das Unternehmen für jeden Mitarbeiter*in einen Baum pflanzen, was mindestens 100.000 neuen Bäumen entspricht.
Größere Anforderungen an die Ziegelfabriken der Zukunft
In Dänemark werden die Anforderungen an die maximalen CO₂-Emissionen von Gebäuden verschärft, was die Bauindustrie zu nachhaltigeren Lösungen drängt. Vesterled begegnet dieser Herausforderung, indem das Unternehmen Initiativen ergreift, um seine Umweltbelastung zu reduzieren und der Entwicklung einen Schritt voraus zu sein.
Ab 2025 müssen Einfamilienhäuser in Dänemark die Emissionen auf 6,7 kg CO₂/m²/Jahr begrenzen – eine Grenze, die bis 2029 auf 5,4 kg verschärft wird. Indem Vesterled sich bereits heute an diese ambitionierten Ziele anpasst, zeigt das Unternehmen Führungsstärke in der Branche und verpflichtet sich, den verschärften Anforderungen einen Schritt voraus zu sein.
So investiert das Unternehmen bereits in zukünftige Lösungen wie elektrische Öfen und Carbon-Capture-Technologien zur Kohlenstoffabscheidung. Zudem prüft Vesterled Möglichkeiten, überschüssige Wärme aus dem Brennprozess wiederzuverwenden und diese in das lokale Fernwärmenetz einzuspeisen – was für das Unternehmen und die lokale Gemeinschaft einen gegenseitigen Mehrwert schafft. Diese Initiativen unterstreichen das umfassende Engagement des Ziegelwerks für Innovation und Klimaverantwortung.