Supermärkte sind ein Grundpfeiler der modernen Gesellschaft, und in der Gemeinde Sønderborg tragen sie weit über die Produkte in den Regalen hinaus bei.

81 %

so viel haben die BALS-Supermärkte ihre CO₂-Emissionen reduziert

53 %

so viel wurde der Energieverbrauch der Supermärkte gesenkt

80 %

des Wärmebedarfs der Supermärkte wird durch Abwärme gedeckt

Die Supermärkte von morgen gestalten

Rund 30 Supermärkte versorgen die Gemeinden im Sønderborg-Gebiet.

12 davon gehören zu Brugsen for Als & Sundeved (BALS) – einer Verbrauchergenossenschaft, in der die Kunden Miteigentümer sind und am Gewinn beteiligt werden.

Diese 12 BALS-Filialen gehen mutige Schritte, um ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.

Seit 2012 wurden die CO₂-Emissionen um 81 % gesenkt – durch Maßnahmen wie die Wiederverwendung von Abwärme, den Ersatz von Gas durch Fernwärme und die Umsetzung energieeffizienter Lösungen.

Die laufende Innovation in Zusammenarbeit mit dem lokalen Technikriesen Danfoss hilft ihnen, ihre Energieeffizienz weiter zu steigern.

Hinter den Ergebnissen

Energie sparen und neue Ansätze testen

Seit 2015 arbeiten die BALS-Supermärkte konsequent daran, ihren Energieverbrauch zu senken. Zunächst lag der Fokus auf einfachen Maßnahmen – wie der Umstellung auf LED-Beleuchtung und der Nutzung CO₂-basierter Kühlsysteme.

Doch Energieeffizienz ist ein fortlaufender Prozess. Die Supermärkte führen gezielte Programme durch, überwachen kontinuierlich ihren Verbrauch und passen ihn anhand neuer Erkenntnisse an. So zeigte sich zum Beispiel, dass schon die Platzierung von Fleisch in den Kühlregalen den Energiebedarf beeinflusst.

2023 wurde ein großer Schritt unternommen: In Zusammenarbeit mit dem lokalen Technikriesen Danfoss entstand einer der energieeffizientesten Supermärkte der Welt. Auf 250 m² wurde eine Trainings- und Testfläche eingerichtet, ausgestattet mit modernster Technik, um Lösungen zu erproben und zu überwachen, bevor sie in allen Filialen umgesetzt werden.

Echtzeitdaten helfen den Filialleitern, schnell auf Probleme in den Kühlsystemen zu reagieren – Energieverschwendung wird reduziert und Lebensmittelverschwendung verhindert.

Kühlen erwärmt die Nachbarschaft

Haben Sie schon einmal die Rückseite Ihres Kühlschranks angefasst? Sie ist warm. Denn um etwas zu kühlen, wird Energie benötigt – und dieser Prozess erzeugt Wärme, sogenannte Abwärme. In den meisten Supermärkten geht diese Energie verloren. Nicht so bei BALS.

Alle BALS-Filialen sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die die Abwärme aus Kühl- und Gefrieranlagen aufnimmt. Die gewonnene Wärme wird genutzt, um die Verkaufsfläche, Büros und Brauchwasser zu beheizen.

Die meisten Filialen sind zudem an das lokale Fernwärmenetz angeschlossen. Das bedeutet: Wenn mehr Wärme erzeugt wird, als vor Ort benötigt wird, fließt der Überschuss ins Netz und heizt stattdessen umliegende Häuser und Unternehmen.

Solarzellen schaffen Unabhängigkeit

Supermärkte verursachen etwa 3 % des gesamten Stromverbrauchs in Industrieländern. Deshalb spielt die Reduzierung des Energieverbrauchs in den Filialen eine wichtige Rolle für die grüne Transformation.

Um die Abhängigkeit vom Stromnetz zu verringern, haben mehrere BALS-Filialen Solaranlagen auf den Dächern installiert und erzeugen nun vor Ort grünen Strom. Weitere Anlagen sind geplant, und der nächste Schritt ist die Batteriespeicherung, damit überschüssiger Strom gespeichert und bei hohem Verbrauch genutzt werden kann.

Die Energiekrise 2022 zeigte deutlich: Lokale Produktion von grüner Energie ist nicht nur gut für das Klima, sie erhöht auch die Resilienz.

Wenn Supermärkte ihren Strom selbst erzeugen und steuern können, sind sie besser gerüstet, um auf globale Schwankungen der Energiepreise zu reagieren.

Downloaden Sie den Case als PDF (auf Englisch)