Im Jahr 2024 erreichte die Region Sønderborg einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, den gesamten Energieverbrauch bis 2029 CO₂-neutral zu gestalten, da wir bereits drei Viertel der 700.000 Tonnen CO₂ reduziert hatten, die wir im Jahr 2007 ausgestoßen haben.
Sieh dir unsere Energie- und CO₂-Bilanz für 2024 an.
Als sich das Sønderborg-Gebiet im Jahr 2007 gemeinsam darauf verständigte, durch die Umstellung des gesamten Energieverbrauchs bis 2029 auf CO₂-Neutralität zur Reduktion der weltweiten CO₂-Emissionen beizutragen, hatten nur wenige dänische Kommunen einen Plan für ihren Klimaeinsatz. Heute haben alle Kommunen einen solchen Plan.
Deshalb ist es nicht das, was wir tun, das Menschen aus aller Welt ins Sønderborg-Gebiet zieht, um sich für die grüne Transformation inspirieren zu lassen.
Es ist die Art und Weise, wie wir es tun.
Unser Rezept besteht aus drei Schritten und ist im Grunde genommen ganz einfach. Das Rezept ist nicht nur grün, sondern auch kosteneffizient. Wir können die grüne Transformation zu ungefähr der Hälfte der Kosten umsetzen – im Vergleich dazu, wenn wir den Fokus nicht zuerst auf Energieeffizienz gelegt hätten.
Drei Schritte zur grünen Transformation
Energie sparen
Wir senken den Energiebedarf, indem wir Energie einsparen und Autos, Wärmeversorgung sowie andere Bereiche, die fossile Brennstoffe nutzen, elektrifizieren. Die grünste – und zugleich günstigste – Energie ist nämlich die, die man gar nicht erst verbraucht.
Energie wiederverwenden
Parallel dazu schaffen wir ein integriertes Energiesystem, in dem wir unter anderem die bereits erzeugte Energie erneut nutzen. Das Ziel ist, dass im Jahr 2029 vierzig Prozent der Fernwärme aus Überschusswärme stammen. Darüber hinaus geht es bei der Sektorkopplung darum, die Effizienz zu steigern, indem Energieflüsse sektorübergreifend bestmöglich genutzt werden. Zum Beispiel CO₂ aus der Verbrennung von Stroh und Hackschnitzeln auffangen und es zusammen mit Wasserstoff zur Produktion von grünen Kraftstoffen verwenden.
Grünen Strom nutzen
Der Strom, den wir verbrauchen, soll grün sein und aus erneuerbaren Energiequellen stammen.
Lerne einige unserer klimabewussten Bürger*innen und Unternehmen kennen
Unser Energiesystem
Wir erreichen die Null nicht zufällig, sondern durch gezielte Maßnahmen mit messbaren Ergebnissen – unserem Masterplan2029. Nur so lässt sich der Schwung eines 22-jährigen Projekts halten.
Kernstück ist ein integriertes Energiesystem, das Energie maximal effizient nutzt. So vermeiden wir überflüssige Stromproduktion. Da Elektrifizierung enorme Mengen Strom erfordert, ist ein optimales Zusammenspiel von Produktion und Verbrauch entscheidend, um Energiekosten der Region zu minimieren.
Ein Beispiel: Abwärme der neuen Kläranlage wird über Fernwärme für Wohnungen nutzbar gemacht. Ebenso wird Strom gezielt und zeitgerecht eingesetzt, wodurch unnötige Investitionen in Produktion und Infrastruktur vermieden und Strompreise stabil gehalten werden.
Sønderborg wird 2029 nicht vollständig CO₂-frei, aber CO₂-neutral sein – durch CO₂-Abscheidung und eine Biogasproduktion, die den Eigenbedarf übersteigt. Der Überschuss stärkt das nationale Energiesystem und verbessert die Klimabilanz.
Die Elemente unseres Energiesystems
Fernwärme
Die Fernwärmeversorgung in Sønderborg wird von zwei Anbietern mit eigenen Netzen bereitgestellt. Sie arbeiten daran, fossile Brennstoffe ganz zu ersetzen und deine Fernwärme CO₂-neutral zu machen. Besonders ist, dass verschiedene Energiequellen, einschließlich Überschusswärme, genutzt werden können.
Biogasanlagen
Biogas ist eine wichtige Energiequelle in den Industriebereichen, die hohe Temperaturen für ihre Produktion benötigen. In der Region Sønderborg gibt es drei Biogasanlagen, die an das Gasnetz angeschlossen sind – zwei in Kværs und eine in Glansager. Die Biogasanlage in Glansager beherbergt zudem die weltweit erste Power-to-Gas-Anlage.
Offshore-Windpark Lillebælt Syd
Der kommende Offshore-Windpark Lillebælt Süd soll grünen Strom sowohl für die Bürger*innen, Einrichtungen als auch Unternehmen der Region Sønderborg liefern. Der Park soll voraussichtlich 2029 in Betrieb gehen und 165 MW grünen Strom erzeugen, was dem Stromverbrauch von 148.000 Haushalten entspricht.
Erneuerbare Energien an Land
14 Gebiete wurden als potenzielle Standorte für neue Solar- und Windparks ausgewiesen. Die Ausweisung ist Teil des Regierungsplans, die erneuerbaren Energien an Land zu vervierfachen, sodass wir im Jahr 2029 ausschließlich grünen Strom haben werden.
CO₂-Abscheidung
Im Rahmen der ProjectZero-Zusammenarbeit werden Möglichkeiten zur CO₂-Abscheidung untersucht, zum Beispiel aus Rauchgasen bei der Energieproduktion. Das CO₂ kann entweder im Untergrund gespeichert werden (CCS) oder als Ressource in Power-to-X-Lösungen genutzt werden (CCU).
Kläranlage der Zukunft
Das Abwasser einer neuen Kläranlage wird eine wichtige Rolle in unserer Energieversorgung spielen. Aus dem Abwasser kann Wärme gewonnen und in unser Fernwärmenetz eingespeist werden. Das gereinigte Abwasser kann zudem zur Sektorkopplung in der Region beitragen.