Es gibt mehrere Möglichkeiten, deinen Strom aus der Steckdose grüner – und günstiger – zu machen. Das gilt unabhängig davon, ob du einen festen oder variablen Strompreis zahlst. Der Strom in der Steckdose wird über das gemeinsame Stromnetz geliefert, und wenn du die fünf Tipps auf dieser Seite befolgst, kannst du den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen unterstützen.

Nutze grünen Strom

Du kannst deinen CO₂-Fußabdruck verringern, indem du dann Strom verwendest, wenn besonders viel eneeuerbare Energie im Netz vorhanden ist – typischerweise, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Es ist auch vorteilhaft, Stromverbrauch während der Spitzenlastzeiten zu vermeiden, etwa an Werktagen zwischen 15 und 20 Uhr.

So funktioniert es:

  • Vorausplanen: Nutze die App deines Stromanbieters – oder eine kostenlose App wie Watts – um die Strompreise und den erwarteten Anteil an erneuerbarer Energie für die kommenden 24 Stunden im Blick zu behalten. Einige Apps bieten Prognosen für mehrere Tage im Voraus an.

  • Rückblick prüfen: Logge dich mit MitID bei Eloverblik ein, um zu sehen, wie nachhaltig dein Strom war und aus welchen Energiequellen er stammte.

Durch die Kombination dieser beiden Werkzeuge bekommst du einen klaren Überblick über deinen Stromverbrauch und kannst so ganz einfach die günstigsten Zeiten mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien zum Starten der Waschmaschine oder zum Laden des Elektroautos wählen.

Grünen Anbieter wählen

Die Wahl deines Stromanbieters ist wichtiger, als du vielleicht denkst. In Dänemark gibt es mehrere Anbieter, die Strom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen wie Wind-, Solar- und Wasserkraft beziehen. Auch wenn dies nicht bedeutet, dass der Strom aus deiner Steckdose ausschließlich aus regenerativen Energiequellen stammt– da wir alle an das gemeinsame Stromnetz angeschlossen sind – macht deine Wahl dennoch einen Unterschied.

Viele Anbieter bieten Herkunftsnachweise an, die dokumentieren, dass der von dir bezahlte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Darüber hinaus investieren mehrere Stromanbieter in neue Projekte im Bereich erneuerbare Energien.

Mit der Wahl eines Ökostromanbieters unterstützt du aktiv die Energiewende, da deine Zahlungen direkt in die Investition in erneuerbare und regenerative Energie fließen.

Der Wechsel des Stromanbieters ist einfach: einfach online nach dem gewünschten Anbieter suchen und über dessen Website anmelden.

Strom sparen

Ist es schwer, Gewohnheiten zu ändern? Ist es leicht, bei all den Klimatipps den Überblick zu verlieren? Macht es überhaupt einen Unterschied, wie man handelt?

Die Antwort lautet: Ja, ja – und auf jeden Fall ja!

Wenn du weniger Energie verbrauchst, muss auch weniger Energie produziert werden. Angebot und Nachfrage.

Die Strompyramide von SparEnergi zeigt dir einen Überblick darüber, welche Geräte im Haushalt am meisten Strom verbrauchen. Am unteren Ende der Pyramide findest du die Geräte mit dem höchsten Stromverbrauch.

Aber wenn du dir nur einen einzigen Ratschlag merken möchtst – unseren Lieblingsratschlag – dann merk dir diesen:

Die nachhaltigste und günstigste Energie ist die, die du gar nicht erst verbrauchst.

Werde Windpark-Miteigentümer*in

Lillebælt Syd ist ein geplanter Offshore-Windpark zwischen Als und Fünen, der voraussichtlich 2029 in Betrieb genommen wird. Mit 11 Windrädern und einer Kapazität von 165 MW erneuerbarer Windenergie kann der Park den Strombedarf von 148.000 Haushalten decken und einen wichtigen Beitrag zu Sønderborgs Ziel leisten, bis 2029 ein CO₂-neutrales Energiesystem aufzubauen.

Im Jahr 2027 werden mindestens 20 % des Projekts als Eigentumsanteile an interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region angeboten. Schon jetzt kannst du dich über die Kaufrechtsregelung und die Wertverlustregelung informieren. Diese Regelungen betreffen die Möglichkeit, Miteigentümer*in zu werden, sowie Entschädigungsansprüche bei möglichen Wertminderungen von Immobilien in der Nähe der Windräder.

Wenn du Interesse an einer Miteigentümer*innenschaft hast oder Fragen zum Projekt stellen möchtest, findest du weitere Informationen auf der Website von Lillebælt Syd oder du kannst SONFOR per Email an vind@sonfor.dk kontaktieren.

Eigene Energie mit Solar

Solaranlagen auf dem Dach sind aus mehreren Gründen eine sehr gute Idee. Sie erzeugen erneuerbare Energie für den eigenen Haushalt und speisen überschüssigen Strom ins gemeinsame Netz ein, wenn du ihn nicht selbst nutzen kannst. Zudem beanspruchen Solaranlagen auf Dächern keinen Platz in der Landschaft.

Im Laufe des Jahres 2025 wird ein neuer Fördertopf für Solaranlagen geöffnet, der sich an Mehrfamilienhäuser richtet. Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften, private Mietobjekte sowie Mehrfamilienhäuser mit Eigentums- oder Genossenschaftswohnungen können eine Förderung zur Deckung eines Teils der Anschaffungs- und Installationskosten von Solaranlagen beantragen. Lies mehr den Fördertopf für Solaranlagen.

Als private*r Hauseigentümer*in kannst du keine Förderung aus diesem Topf beantragen. Du kannst jedoch den neue Freibetrag für Handwerkerarbeiten für die Installation und den Anschluss von Solaranlagen nutzen.