Da grüne Energie eine knappe Ressource ist, müssen wir sie klug nutzen, damit das Energiesystem möglichst wenig belastet wird. Dies erhöht die Energieeffizienz des Systems und ermöglicht den günstigsten und nachhaltigsten Energieverbrauch.

Die Sektorenintegration ist der letzte zentrale Hebel zur Dekarbonisierung unseres Energiesystems, da sie die Wiederverwendung von abgelehnter und sonst verschwendeter Energie ermöglicht.

Das mag vielleicht etwas technisch klingen, aber viel wichtiger ist, dass die Sektorenintegration von Menschen und Partnerschaften lebt – gemeinsam zu arbeiten, Synergien zwischen den Sektoren zu maximieren, Energieverbraucher mit Energieproduzenten zu verbinden und Energie zu wandeln und zu speichern.

Die Region Sønderborg entwickelt gemeinsam ein integriertes Energiesystem über verschiedene Sektoren hinweg. So können wir die Nutzung von Überschusswärme optimieren, indem sie in unser Fernwärmenetz eingespeist wird. Das erwartete Ergebnis ist, dass bis 2029 bis zu 40 % unserer Fernwärme aus Überschusswärme stammen werden.

Die Sektorenintegration durchläuft drei sich ergänzende Entwicklungsphasen, die nach und nach bessere Möglichkeiten für den grünen Energieverbrauch in der Gesellschaft schaffen: Nutzung überschüssiger Wärme, Elektrifizierung und Power-to-X auf Basis erneuerbarer Energien.

Eine der größten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung unseres Stromnetzes und der zunehmenden Elektrifizierung besteht darin, sicherzustellen, dass Angebot und Nachfrage übereinstimmen. Durch die ganzheitliche Betrachtung des Energiesystems und die Verknüpfung verschiedener Energiequellen ermöglicht die Sektorenintegration eine flexible Nutzung von Strom. Sie gleicht Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage aus, sodass wir die volle Kapazität des Netzes nutzen können. Das Ausbalancieren von Spitzenlasten wird besonders wichtig sein, wenn wir den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen und die Elektrifizierung voranschreitet.

Die Digitalisierung ist der intelligente „Klebstoff“, der erneuerbare Energien bewegt, den Energieverbrauch sektorenübergreifend optimiert und reduziert – und die Dekarbonisierung kostengünstiger macht.